14. Mai 2007 – San Pedro de Atacama

Dies ist mein letzter Beitrag aus Chile. Fotos folgen spaeter, da die Verbindung hier via Modem erfolgt … Morgen geht es auf nach Bolivien per 4WD!

graffiti_k.jpgDoch zuerst zu den letzten Ereignissen. Von Santiago erreichte ich per Bus nach zwei Stunden Valparaiso, Hafenstadt mit viel Geschichte aus der Kolonialzeit. Farbenfrohe Haeuser und zum Teil oppulente Architektur (leider nicht nur in gutem Zustand), junge und kuenstlerische Einwohner verleihen der Stadt einen bohemian touch. Praktisch keine Wand, die nicht schoener oder weniger schoen bemalt oder mit Graffiti beschmiert war (gilt uebrigens auch fuer La Serena). Zusammen mit zwei wilden jungen Girls aus NZ und AUS erkundete ich die Stadt von oben nach unten (es gibt noch 12 der urspruenglich rund 50 Seilbahnen) und wanderte auf Che Guevara’s Spuren, oder wenigstens denjenigen aus dem Film „Diario de Motocyclista“. Eine lebhafte Tour, waehrend der ich den Girls obendrein noch einen heissersehnten Job vermitteln konnte :-) . Nach zwei Tagen zog es mich aber schon wieder weiter, sodass ich den naechsten Bus bestieg, der mich in sieben Stunden nach La Serena brachte, mittlerweile DER fuehrende Badeort Chiles. Leider herrscht ausser Saison zum Teil eine leblose, lieblose Atmosphaere. Drum zog ich rasch weiter per komfi Nachtbus via Calama (bereits in der Wueste) nach San Pedro de Atacama. Die Fahrt erfreute mein Auge und meine Seele; es war eine eindruecklichen Fahrt rauf auf 2′500 m, durch kilometerlange Wueste, die mich zeitweise an die Auslaeufer der Sinai Wueste erinnerten. San Pedro de Atacama ist eine huebsche kleine Stadt, deren Haeuser hauptsaechlich im Adobe-Stil erbaut sind, was ihr eine indianisch anmutende Architektur verleiht. Die Tagestemperaturen erlauben es mir endlich wieder, Sandalen und T-Shirt zu tragen. Aber nachts … chilly. Very chilly. Und es wird noch groeber, hab ich mir sagen lassen … Im Hostal habe ich drei laessige CH-Motorradfahrer kennengelernt; Katia, Martin und Stefan. Alle drei sind bereits seit Monaten mit Ihren Raedern unterwegs. Das Glueck war mir hold, denn Stefan hatte einen zweiten Helm dabei. Den Rest koennt Ihr erahnen … jawohl, twinafrica_k.jpgich durfte mit auf einen Ausflug ins Valle de la Luna. Megaaaa … die Drei, der Ritt auf der Honda Twin Africa und die sagenhafte Landschaft, die bei untergehender Sonne reichlich von der kitschigen Farbpalette abguckte hatte. Heute zogen die Motoqueros weiter, und ich lege einen Akklimatisierungstag ein (Kopfschmerzen), organisiere die Tour nach Bolivien, schreibe, lese und „flaeze“ in der Haengematte. Voila. Hasta pronto!

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